Punkt 2: Regelmäßige und nachhaltige Schulungen

Das Wissen um die Grundprinzipien von Spielerschutz bildet die tragende Basis für die gemeinsame Arbeit in der Unternehmensgruppe.

Je nach Unternehmensebene und -bereich haben die Mitarbeiterschulungen im Kontext des österreichischen Glücksspielgesetzes unterschiedliche Ziele. Sie sollen über Responsible Gaming (RG) informieren und Bewusstsein für die Problematik der Glücksspielabhängigkeit schaffen. Darüber hinaus sollen sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren jeweiligen Funktionen und Arbeitssituationen Unterstützung für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit bieten.

Responsible Gaming Grundschulung

Sobald Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eintreten, sind sie verpflichtet, die Responsible Gaming Grundschulung, in der Form eines E-Learnings, zu absolvieren. Mit der Grundschulung wird ein einheitlicher Wissensstand zu problematischem Spielverhalten und den RG-Programmen erreicht. Außerdem erhält man dadurch konkrete Handlungsanleitungen – je nach Funktion im Unternehmen.

Schulung - Besonders geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 

Die Wahrnehmung bestimmter wesentlicher spielerschutzrelevanter Aufgaben, insbesondere Bestimmungen des § 25/3 GSpG, sind in den Casinobetrieben und WINWINs ausschließlich „besonders geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ (bgMA) vorbehalten. Zu den Aufgaben gehören vor allem die Durchführung von Beratungsgesprächen, Befragungen und Besuchsregelungsgespräche oder das Aussprechen einer Sperre. Die bgMA sind zur Spielsuchtproblematik sowie in rechtlichen und sozialen Aspekten ausgebildet. Diese spezifische Ausbildung erfolgt in Zusammenarbeit mit renommierten Spielerschutz-, Beratungs- bzw. Therapieeinrichtungen und deren führenden Experten.

Beim Spielerschutz ist der positive Zugang zum Menschen der Türöffner für ein offenes Gespräch und eines der grundlegenden Themen bei bgMA Schulungen.
Hubert Häusler, Guest Relation & Organisation Manager Casino Bregenz

Vertriebspartnerschulungen

Im Berichtsjahr 2018 wurde jede Annahmestelle der Österreichischen Lotterien im Rahmen des jährlichen „RG Informationsschwerpunktes“ von ihrer Gebietsbetreuerin bzw. ihrem Gebietsbetreuer geschult. Diese persönlichen Spielerschutz-Schulungen wurden durch entsprechende Schulungsmaterialien unterstützt.

Darüber hinaus wurde 2018 auf den Online-Terminals in den Annahmestellen erneut die Spielerschutz-Auffrischungsschulung gestaltet. Diese ist von den Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartnern und allen ihren Angestellten verpflichtend zu absolvieren. 

Die Umsetzung der stetig weiterentwickelten Lernmodule, welche in mehreren Einheiten pro Jahr geschult werden, führte dazu, dass das Thema Spielerschutz von unseren Partnern sehr ernst genommen und konsequent eingehalten wird.
Guido Raintaler, Regionaler Außendienstleiter Österreichische Lotterien

Lehrgang „Excellence in Responsible Gaming“

Im Jahr 2018 erhielten zwei Mitarbeiterinnen der Corporate Function Responsible Gaming das Zertifikat „Excellence in Responsible Gaming“. Das Zertifikat bestätigt den Abschluss des Universitätslehrgangs "Responsible Gaming - Glücksspiel mit Verantwortung" an der Sigmund Freud Privatuniversität (SFU) in Wien. Das Curriculum umfasst aktuelle psychologische, therapeutische, rechtliche, finanztechnische, spieltechnische und produktspezifische Aspekte mit einem Schwerpunkt auf den gesetzlichen Anforderungen an einen proaktiven Spieler- und Jugendschutz. 

Eine tolle Leistung, die uns aktuelles Wissen ins Unternehmen bringt.
Herbert Beck, Bereichsleiter Responsible Gaming
#SPIEL
Responsible Gaming Academy (RGA)
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