Punkt 1: Schutz der Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer

Damit Glücksspiel ein Vergnügen bleibt, verpflichten wir uns zur Sicherstellung der Einhaltung der Teilnahmebedingungen und zum aktiven Informieren der Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer. Zudem legen wir einen Fokus auf die Berücksichtigung spielerschutzrelevanter Aspekte bei der Entwicklung neuer Spiele und Spieldesigns.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Glücksspielgesetzes §25/3, beobachten Casinos Austria und WINWIN die Häufigkeit der Besuche aller Gäste sowie deren Umsatzintensität. Ergeben sich begründete Anhaltspunkte, dass die Besuchs- oder Umsatzintensität eines Gastes nicht im Einklang mit seinen/ihren finanziellen Verhältnissen steht, wird zunächst eine Bonitätsauskunft bei einer oder mehreren unabhängigen Wirtschaftsauskunfteien eingeholt. Dies ist deshalb besonders wichtig, weil durch das erhöhte Spielverhalten das Existenzminimum des Gastes gefährdet sein könnte.

Im Anlassfall werden weitere Maßnahmen gesetzt. Vom Informationsgespräch über die in den Bestimmungen des §25/3 GSpG vorgesehenen Gästegespräche bis hin zur Sperre der Spielteilnehmerin bzw. des Spielteilnehmers. Damit stellen Casinos Austria und WINWIN für alle Gäste sicher, dass problematisches Spielverhalten frühzeitig erkannt wird.

2018 haben wir knapp 1.600 Gästegespräche geführt, über 10.000 Besuchsbeschränkungen erwirkt sowie mehr als 4.000 Selbstsperren erhalten und eingetragen.

“Glücksspiel ist kein Kinderspiel”

Kinder und Jugendliche waren und sind niemals Zielgruppe unserer Unternehmensgruppe. Das ist einer der Grundsteine unserer gesellschaftlichen Verantwortung.

Die Glücksspielprodukte der Österreichischen Lotterien dürfen daher nicht an Personen unter 16 Jahren verkauft werden. Der Kauf von Eurobons, e-Eurobons (Glücksbörse) und tipp3-Wettscheinen ist an ein Mindestalter von 18 Jahren gebunden. Diese – für Vertragspartnerinnen und -partner vertraglich verpflichtende – Altersbeschränkung wurde im Jahr 2009 freiwillig eingeführt.

Die angeführten strengen Regelungen leiten sich aus der Forschung über die Entwicklung des jugendlichen Gehirns ab:

  • In Kindheit und Jugend werden die Muster für späteres Verhalten festgelegt.
  • Kinder und Jugendliche zeigen generell eine erhöhte Risikobereitschaft und Spontanität im Verhalten.
  • Je früher Menschen mit Glücksspielprodukten in Berührung kommen, je früher mit dem Spielen um Geld begonnen wird, desto höher ist das Risiko, als erwachsene Person eine pathologische Spielabhängigkeit zu entwickeln.

Teilnahme an der International Lottery Holiday Campaign

Die Holiday Campaign ist eine weitere Initiative unserer Spielerschutzaktivitäten. Sie soll bewusst machen, dass Glücksspielprodukte keine geeigneten Geschenke für Kinder und Jugendliche sind. Seit 2017 sind Kurzvideos und Bannerschaltungen dazu auf den Terminals und Infoscreens in den Verkaufsstellen sowie auf Social Media Kanälen zu sehen. Neben Facebook-Posting auf dem Kanal der Österreichischen Lotterien wurden im November und Dezember 2018 Einschaltungen unter dem Slogan „Das falsche Geschenk für Peter“ gesponsert. Zielgruppe waren Österreicherinnen und Österreicher zwischen 35 und 65 Jahren auf der Suche nach einem kleinen Geschenk.

Initiatoren dieser Kampagne sind das National Council on Problem Gambling (NCPG), Washington, und das International Centre for Youth Gambling Problems and High-Risk Behaviors der McGill University, Montreal.